Tagesbericht: Schwarze Kasse, Schwarzer Kaffee

Donnerstag, 28. Januar 2010

Schwarze Kasse, Schwarzer Kaffee

Dass Arbeitgeber langjährig Beschäftigten wegen Bagatellen (Leergutbons, Frikadellen, Maultaschen) den Arbeitsvertrag kündigen, geht durch die Zeitungen.

Dass der Bürgermeister von Worms vier Kassiererinnen des Städtischen Schwimmbades kündigt, hat eine neue Qualität. Nein, nicht weil er der SPD angehört -- was von dieser zu halten ist, wurde anderswo erörtert -- sondern wegen der Schwarzgeldkasse, die eine Kaffeekasse war (welche Ehre!); bzw. wegen des Diebstahls vom Fußboden bzw. aus dem Tresor; bzw. wegen dem Fakt, dass all die Beschuldigungen nachgeschoben sind. Dafür spricht z. B., dass die Staatsanwaltschaft (Stand heute) keine Anklage wegen Diebstahls erhebt.

Der Spiegel schreibt dazu:

Merkwürdig ist auch, dass der städtische Betrieb den Frauen eine Putzstelle anbot, obwohl der Vorwurf im Raum steht, die Kassiererinnen hätten Schmuck und Handys aus dem Tresor gestohlen.

Was alle längst wissen, tritt hier frech zu Tage: es ist ein Vorwand zum Rausschmiss teurer und zum Reinholen billiger Putzkräfte.

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